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Projekte

Ulyanovsk

Maroua

PAIS/KRASS

Der besondere
Weihnachtsmarkt

 

 

„Bleib nicht sitzen in dein‘m Nest! Reisen ist das Allerbest!..…“.

Diese Aufforderung eines alten Liedes muss mich gepackt haben, als ich mich nach einigen Auslandsreisen bei Verwandten und Freunden in Mexiko, Afrika und USA auch noch für den Besuch unserer Partnergemeinde  in  Uljanowsk entschloss. Mit 3 Zimmermännern, 3  Waldschmidts und Tim sind wir als kleine Gruppe früh am 27. Juni gestartet und am 3.Juli wohlbehalten zurückgekommen.  Das  Umsteigen (3 x Hin-, 2 x Rückweg) mit den stressigen  Sicherheitskontrollen und die anstrengende Fahrt mit dem neuen Gemeindebus durch die Nacht, über holprige Straßen und bei schlechter Beschilderung habe ich sofort vergessen, als ich von meiner Gastgeberin herzlich begrüßt und in die Arme genommen wurde: Es war Mitternacht vorbei, sie hatte auf mich gewartet! Gott sei Dank: Ludmilla (76 Jahre alt, Witwe seit 4 Jahren) konnte Englisch! So haben wir uns sehr gut unterhalten können und kennen gelernt. Ein fröhliches Wiedersehen am nächsten Morgen mit Schilbachs  und ihrer Crew (sie waren 4 Tage vor uns aufgebrochen mit dem gespendeten, voll beladenen, blauen Bus, 6000 km zurückgelegt!!!) am Einwohnermeldeamt, wo die Formalitäten der Anmeldung 3 Stunden dauerten!

Bei  einem unterhaltsamen, künstlerischen Zirkusprogramm am Nachmittag konnten wir entspannen und von da an  ein wohldurchdachtes Programm, die herzliche Gastfreundschaft, das leckere Essen (viel zu viel!) in den Familien, das schöne Sommerwetter, die Natur genießen (Vertraute Lindendüfte umwehten uns trotz belebter Straßen, Birkenwäldchen mit zitterndem Frühlingslaub und schlanken, weißen Stämmen blinkten im Vorbeifahren.). Gerne sind wir einer Einladung  von Geschwistern aus der Gemeinde auf ihre private Datscha  mit großem Bauerngarten (30 Min. außerhalb Uljanowsk am Waldesrand, oberhalb der Wolga) gefolgt. Üppiges Mittagessen im Freien, Baden in der Wolga (Jugend), Banja (Sauna für die Männer) Mittagsschlaf auf der Wiese (Frauen) und abends Grillen und Singen  zum Abschluss eines gesegneten Tages in fröhlicher, geschwisterlicher Verbundenheit.

Das 90-jährige Gemeindejubiläum wurde in einem dreistündigen Fest-
gottesdienst gefeiert, mit Grußworten, Chorliedern und Sologesängen aufge-
lockert. Beim Rückblick konnte ich erfahren, dass die Geschwister und die Gemeinde jahrelang während der Sow-
jetherrschaft Unter-
drückung, Verachtung und Verfolgung erlitten,  aber auch die Bewahrung, Treue

und Führung Gottes erlebt haben. Ehre und Preis dem Herrn!

Beim Nachdenken jetzt hier zu Hause über unsere Vergangenheit als Deutsche und Russen, die einen schrecklichen Krieg als Feinde erleiden mussten, ist für mich  die Reise nach Russland ein Wunder der Versöhnung und ein Geschenk Gottes.

Herzliche, liebe Grüße von der Gemeinde in Uljanowsk habe ich mitgebracht:

Eure Irmtraud Peters

 

 

Siehe auch WZ-Interview vom 23.07.08

 

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