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Ulyanovsk

Maroua

PAIS/KRASS

Der besondere
Weihnachtsmarkt

 

 

 Bild 1

 

Besuch in Uljanowsk vom
3.-18. 8. 2005
 

(Vergrößerung der Fotos durch
Mausklick)

 

Eine bewegende Reise zu unserer Partnergemeinde, den Evangeliums/Christen-Baptisten, nach Uljanowsk, der Partnerstadt Krefelds liegt hinter uns. 5 Mitglieder unsere Gemeinde (BEFG - Baptisten, Zionskirche, Seidenstr.39-43), zwei Freunde und die uns schon lange verbundene Dolmetscherin, also 8 Personen flogen am 3.8.05 wohlgemut von Düsseldorf (Bild 1) mit der Aeroflot im Airbus 320 nach Moskau.

Dort übernachteten wir im Hotel Rossia, nahe am Roten Platz mit Blick auf die Moskwa und den Kreml. Da der Zug nach Uljanowsk erst am nächsten Nachmittag fuhr hatten wir Zeit uns zu Fuß einen Überblick über die Innenstadt Moskaus mit ihrem quirrlenden Leben zu machen. Schnell wurde es dunkel, und die Gebäude erstrahlten im Licht der Lampen in märchenhaftem Glanz. (Bilder 2) Am nächsten Vormittag gingen wir über den Roten Platz und den Manegeplatz zur Arbad, der alten russischen Einkaufsstraße. Die Eindrücke einer Stadt, die zur Ferienzeit von Tausenden junger Leute überflutet ist, waren überwältigend.

Eine Zugfahrt im Privatzug 1.Klasse, in dem sich die beiden Wagonwärterinnen mit den anderen Wagons um die Wette um Sauberkeit und Wohlergehen ihrer Passagiere kümmern, ist auch bei 16 Stunden Dauer eine geruhsame und bei gutem Schlaf auch erholsame Sache. Endlos fliegt die weite russische Landschaft an einem vorüber und zeigt wie dünn besiedelt das Land ist, je weiter man sich vom Brennpunkt Moskau entfernt.


Bild 2


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Bild 2b

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Bild 3

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Bild 4

Morgens 9:30 Uhr empfingen uns die Geschwister der Gemeinde, bei denen wir nun vom 5.-16. August untergebracht waren. Alle weiblichen Gäste wurden traditionell mit einem Rosenstrauß begrüßt. (Bild 3) Jetzt durchlebten wir eine intensive Zeit der Begegnung mit Menschen, die selbst in bitterster Not und misslichen politischen und sozialen Verhältnissen ihren Glauben fröhlich, ja ansteckend, überzeugend leben. Ihre Freundlichkeit und Zuneigung brachten sie überschwänglich zum Ausdruck, wie sie uns bewirteten: alles, was die Gärten hergeben, wurde schmackhaft zubereitet und auf den Tisch gebracht. (Bild 4) Abnehmen kann dabei niemand.

Aber das alles sind Begleiterscheinungen am Rande einer solchen Reise, die uns nicht davon abhalten, immer wieder zu unseren Freunden und Glaubensgeschwistern nach Uljanowsk zu fahren. Nicht nur für sie ist es wichtig, in ihrer Isolierung, den Zuspruch durch unsere Besuche und unsere materielle Hilfe zu erfahren, auch für uns ist es wichtig, von ihrer Glaubenszuversicht und ihrem Leben aus Gottes Wort und dem Gebet, angesteckt zu werden, glaubwürdig unser Christsein öffentlich zu leben.

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Bild 5a + b

Zu unserer großen Überraschung wurden wir gleich am ersten Tag zu einer öffentlichen Taufe von fünf Menschen quer durch alle Generationen am Badestrand der Swiaga, einem Nebenfluss der Wolga, (Bilder 5a+b) eingeladen, einschließlich einem gemeinsamen Mittagessen im Gemeindezentrum. Dieses Treffen sowie an zwei Sonntagen die langen Gottesdienste und Besuche in Bibelstunden in der Hauptgemeinde als auch Zweiggemeinden

(Bilder 6) zeigten uns mit welcher Glaubenskraft, die ganze Gemeinde vom Wort und Gebet her lebt und die Partnerschaft zu uns als Gottesgeschenk empfindet. Bei den vielen Einladungen in die Familien wurde dieser Eindruck noch verstärkt Eine Kurzfreizeit in einem "Ferienpark" (Sanitär - im Freien und 2 Löcher im Schuppen (Bild 7)- und Komfort - Räume mit 4 Betten - unterstes Niveau) an einem Seitenarm des Wolgastausees zusammen mit dem Bruderrat und ihren Frauen, die wir alledings für alle finanzieren mussten, weil solche Unternehmungen für sie nicht erschwinglich sind, war ein besonderes Erlebnis für alle Beteiligen- Ob Schwimmen oder der Besuch der Banya (russische Sauna mit allem Drum und Dran!) oder das gemeinsame Essen und Feiern, alles wurde als ein Geschenk Gottes IHM zum Lob in Dankbarkeit genossen. (Bilder 8) Wie stark die ganze Gemeinde Anteil nahm, zeigte sich bei einer Rundfahrt auf der Wolga und auf einem Ausflug zum 250 km entfernten Kasan, der Hauptstadt der autonomen Republik Tartastan. die sich zur 1000-Jahrfeier rüstet. Allein aus der Jungendgruppe fuhren neune Leute mit. Für sie wie für die anderen war es der erste Besuch in dieser bemerkenswerten Stadt. (Bilder 9a - 9g) (s.u.)

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Besuch05-7.jpg Bild 7a
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Besuch05-8.jpg Bild 8b

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Der Pflege der Beziehungen zu den anderen Kirchen diente ein Besuch beim lutherischen Pfarrer Proworow, der sein Prespyterium dazu geladen hatte, und beim orthodoxen Erzbischof Prokol, der die lebendige Art, Glauben zu leben und zu bezeugen, wie er es bei den Baptisten beobachtet, für besonders nachahmenswert hält.(Bild 10) Sehr konventionell liefen die Empfänge bei den Dezenentinnen für Kultur und für Soziales (Bild 11) und beim Rektor der Staatsuniversität ab (Bild 12), dem es sichtlich peinlich war, dass die Administration solche restriktiven Maßnahmen anwendet.

Schließlich hieß es am 16.8. 18:00 Uhr Abschied nehmen. Über 20 Personen bildeten einen Großen Bahnhof.(Bilder 13) Unter spontanen Abschiedsrufen und -gesängen fuhren wir zurück nach Moskau und dort zu einem kulturellen Höhepunkt der Reise, einem langen intensiven Besuch im Kreml mit seinen imposanten Basiliken, die die Macht der Zaren und der Patriarchen so deutlich dokumentieren, wie sonst an keinem Ort. (Bilder 14 a+b)

Nach einem Abschiedsessen auf den Theaterplatz und einer sehr kurzen Nacht flogen wir schließlich in die Heimat zurück, erfüllt vom Reichtum des Glaubens, der uns begegnet ist und in der Gewissheit, da fahren wir wieder hin - vielleicht in 2 Jahren.

 

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Besuch05-14a.jpg Bild 14b

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Inge und Klaus Schilbach

 

 

 

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