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Der Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden hat eine Mädchenschule im Norden Kameruns eröffnet. Kerstin Heller, ein
Mitglied aus unserer Gemeinde, war viele Jahre Vorort, um beim Aufbau der
Schule in Maroua zu helfen. Maroua ist eine Stadt mit etwa 150.000 Einwohnern.
Die Temperaturen sind für unsere Verhältnisse unvorstellbar hoch und verlangten
Kerstin viel ab. Die Bevölkerung ist arm. 95% sind Moslems und Polygamie ist weit
verbreitet. Die gesamte Haushaltsarbeit obliegt den Frauen, auch wenn sie dort
sehr mühsam und aufwendig ist. Für das Projekt Mädchenschule wurde Kerstin unterstützt
von Catherine, einer Einheimischen, die in Deutschland studiert hat und die
heute immer noch Leiterin dieser Schule
ist.
Wer darf in der neuen Schule lernen? Mädchen im Alter zwischen
14 und 20 Jahren aus Familien von Christen, Moslems und Animisten. Die
Ausbildung ist nicht kostenlos, auch wenn viele Familien Probleme mit Schulgeld
haben. Der Jahresbetrag für die Schule beträgt umgerechnet 30 Euro. Darin
ist auch die Unterbringung im Internat enthalten. Familien, für die dieser Betrag
zu hoch ist, können mit Naturalien zahlen. [Hier von Deutschland aus
Patenschaften zu übernehmen ist nicht sinnvoll.] Eine Ausbildung, die die
Mädchen nichts kostet, ist wenig (nichts) wert. Eine Eingangsprüfung stellt
sicher, dass die Mädchen Grundkenntnisse im Lesen und Schreiben
mitbringen.
Was lernen die Mädchen in 2 Jahren? Als erstes: Praktisch
Schneidern. Die Nähmaschinen wurden vor Ort gekauft zum Stückpreis von etwa 120
Euro. (Zum Vergleich: 50 Euro sind dort ein gutes Monatsgehalt.) Es handelt
sich um chinesische Modelle mit Fußbetrieb. Die Maschinen sind robust und
Ersatzteile sind im Ort erhältlich. Damit die Mädchen, sich nach der Ausbildung eine
solche Maschine kaufen und sich als Schneiderinnen betätigen, wird auch darauf
geachtet
- dass
sich mehrere Mädchen zusammentun;
- dass
während der
Ausbildungszeit in einen Sparfond eingezahlt wird,
- dass
weitere Hilfen und Unterstützungen erschlossen
werden.
Nebenher werden sie in allgemeinbildenden Fächern unterrichtet:
französisch (Amtssprache), Rechnen/ Wirtschaften, Hygiene, Agrarwirtschaft,
Religion. Außerdem sind Andachten und Bibel-Camps im Schulprogramm enthalten
(übernimmt der Pastor der Baptistengemeinde). An die 2-jährige Ausbildung
schließt sich ein betreutes Praktikum an.
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Hier einige Fotos, die einen Einblick in die Arbeit von
Kerstin Heller geben:








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