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Chronologischer Abriss der Gemeindegeschichte

1852 ff. geht aus dem Evangelischen Brüderverein eine Baptistische Stubengemeinde hervor, die von der Wuppertal - Barmer Baptistengemeinde unter Julius Köbner als Station geführt wird. Maßgebend waren Köbners freundschaftliche Beziehungen zur Familie Ernst Gruber

1868 Gründung der Kölner Baptistengemeinde. Die Krefelder Baptisten werden seitdem als Stationsmitglieder von dort versorgt.

1875 Taufe von Heinrich Enger und Frau. In seiner Wohnung hält H. Enger Bibelstunden und Sonntagschule für die Hausgemeinde.

1893 - 1894 wirkt Bruder Holländer als Missionar in Krefeld

1894 Die kleine Gemeinde erwirbt ein Grundstück 'Neue Linner Str. 44' und baut dort "im Hintergrunde eine kleine Kapelle".

1896 Pastor Johann Wilhelm de Haan kommt von der "Predigerschule" Hamburg als erster Prediger nach Krefeld. In seiner Wirksamkeit bis 1902 vervierfacht sich die Mitgliederzahl.

1897 Am 19. April d.J. findet die feierliche Gründung der 42 Glieder zählenden Gemeinde statt, die damals mit ihrer Station M.-Gladbach-Rheydt 72 Seelen aufwies. Im gleichen Jahr - am 19. September - erlebt die Gemeinde die Gründung des Gesangvereins mit 20 Mitgliedern.

1899 Weil sich bei Festlichkeiten die Kapelle stets als zu klein erwies, erwirbt die Gemeinde das Grundstück Schulstraße 43 (heute Seidenstraße). Unter der Leitung des Predigers de Haan wird dort die "Zionskirche" erbaut und am 19. November 1899 eingeweiht.


1903 Nach einem Jahr predigerloser Zeit kommt als 2. Prediger Adolf Dörffer von Heiligenbeil nach Krefeld.

1905 - 1906 folgt Prediger Peter Martin Betzou

1907 Die Gemeinde M.-Gladbach-Rheydt, bisher stets von Krefeld bedient, bildet unter dem Prediger Göbel eine selbständige Gemeinde mit ca. 60 Gliedern.

1907 - 1915 wirkt Prediger Wilhelm Seelig in Krefeld

1915 - 1920 Krisenzeit für die Gemeinde. Gesangverein und Frauenmissions-Arbeiterverein werden aufgelöst. Die Mitgliederzahl geht zurück. Die Beteiligung am Gemeindeleben sinkt.

1920 - 1925 arbeitet Fritz Wichmann als Prediger in Krefeld; er kommt frisch vom Seminar in Hamburg. Er sammelt die Gemeinde und erweckt sie zu neuem Leben.

1925 - 1930 wirkt Wilhelm Tschischak als Prediger in Krefeld.

1931 - 1936 Emil Wegermann

1932 "Die Gemeinde beginnt mit einer Missionsarbeit auf dem Gelände der heutigen Gartenstadt, früher Flugplatz. Dort wohnten in Baracken in wirtschaftliche Not geratene Menschen und Zigeuner. Die Sonntagschule, mit der man begann, wurde von bis zu 135 Kindern besucht. Sonntags um 14 Uhr war Sonntagschule, anschließend Freiversammlung. Der Lautenchor unterstützte die Wortverkündigung mit seinen Darbietungen." (Text aus dem Bericht von Br. Ernst Kalisch zum 70jährigen Gemeindefest in Krefeld).

1933 Protokoll der Gemeindestunde vom 12. November 1933: "Die neue Zeit hat auch in der Gemeinde ihren Einzug gehalten. Nach den von Berlin eingegangenen Schreiben haben wir uns vorerst mit dem Führerprinzip zu beschäftigen, welches eine Duldung des bisherigen Systems nicht zulässt. Hiermit wird gleichzeitig die Ältestenfrage auf eine neue Stufe gestellt. Als Ältester und damit Leiter der Gemeinde wird Br. F. Butzkies berufen, womit die Gemeinde einverstanden ist. Die geistliche Leitung liegt nach wie vor in Händen von Bruder Wegermann. Der Vorstand ist mit dieser Regelung aufgehoben, jedoch werden die Ämter von den betreffenden Brüdern wie bisher weitergeführt. Sind wichtige Fragen zu besprechen, so kommen jeweils sämtliche Brüder zur Beratung zusammen."

1934 Protokoll der Gemeindestunde vom 28. Januar 1934: "Am Jahrestage der Nationalsozialistischen Revolution soll, wie in allen evangelischen Kirchen, auch bei uns ein Dankgottesdienst stattfinden, um Gott für die besondere Führung unseres Vaterlandes und die vielen Gnadenerweisungen, die er uns zuteil werden ließ, zu danken."

1936 - 1939 In dieser predigerlosen Zeit dienen die Brüder E. Kalisch und O. Mehne den Gemeinden Krefeld und Rheydt mit dem Wort. Im Juli 1939 beruft die Gemeinde Pastor Albert Spelter als Prediger zusammen mit der Gemeinde Rheydt.

1940 Im Februar wird Albert Spelter zum Heeresdienst einberufen. Den Predigtdienst übernehmen für Krefeld und Rheydt die Brüder Kalisch, Mehne, Quednau und Schroer.

1945 Im Januar fällt auf das Nachbargrundstück in der Seidenstraße eine Luftmine, die die Kapelle schwer beschädigt und den Anbau des Vorderhauses zerstört. Im August 1945 kommt Pastor Bernhard Jansen als Flüchtling aus Görlitz nach Krefeld. Er dient in Krefeld und Rheydt als Prediger bis 1947.

1946, am 11.12. ziehen über 10.000 Krefelder Christen durch die zerstörte Stadt. Im Leitungskreis dieses Bittgangs arbeitet Bernhard Jansen mit.

1947 kehrt Albert Spelter im Herbst aus russischer Gefangenschaft zurück. Bernhard Jansen wechselt in den Dienst nach Rheydt.

1948 folgt Albert Spelter dem Ruf der Gemeinde Kamp-Lintfort. Mit ihm wechselt allmählich die Station Geldern / Kevelaer dorthin.

1945 - 1955 Durch Zuzug von Geschwistern aus den Ostgebieten und durch Taufen aufgrund einer gesegneten missionarischen Arbeit wächst die Gemeinde in diesen 10 Jahren von 83 auf 227 Mitglieder heran (Das Gemeindegebiet reicht bis an die niederländische Grenze).

1952 - 1958 in die Zeit des Dienstes von Pastor Dietrich Zabel als Gemeindeprediger fällt 1957 der Umbau der Kapelle.

1958 Als Nachfolger von Bruder D. Zabel kommt Bruder W. Mecklenburg als Prediger nach Krefeld. Er widmete sich als Seelsorger sehr intensiv um die in die Grenznähe zu Holland hinzugezogenen Geschwistern und richtete Hauskreise  ein, in denen schon sehr bald regelmäßige Gottesdienste gehalten wurden.

1965 Im Gebiet von Kaldenkirchen, Breyell und Bracht an der holländischen Grenze ziehen nach vielen anderen auch die Geschwister Schiak und Kloth zu. Auf deren Grundstück Christian-Rötzel-Allee 29 wird ein Lagerschuppen zu einem ansprechenden Versammlungsraum mit 40 Sitzplätzen umgestaltet. Am 17. Nov. d. J., dem Buß- und Bettag, feiert die Gesamtgemeinde die Einweihung.
Pastor Mecklenburg war es 3 Wochen vor seinem Heimgang vergönnt, die Einweihung des Neuen Gemeindezentrum in Brüggen-Bracht am 13.12.1981 mitzuerleben.

1965 im August findet die erste Schülerfreizeit unter maßgeblicher Beteiligung der Krefelder Gemeinde statt. Diese Arbeit breitet sich rasant über das ganze Bundesgebiet aus und wird 1967 als Christliche Schülerarbeit mit ihren Sommerfreizeiten, Schulungswochenenden, Wiedersehenstreffen und den Herbst- und Jahresanfangstagungen als Arbeitszweig der Studentenmission in Deutschland (SMD) angeschlossen, aber weiterhin von der Gemeinde aktiv unterstützt.

1967 Um endlich eine gute Lösung in der Frage der Predigerwohnung zu schaffen, erwirbt die Gemeinde ein Grundstück in Krefeld-Fischeln und baut das Haus Kimplerstraße 114, in das Pastor Gotthard Pohl mit seiner Familie als neuer Prediger einzieht. Seine Ordination und Einführung sowie das 70jährige Gemeindejubiläum feierte die Gemeinde am 10. Sept. 1967.

1971 wird Gotthard Pohl auf Bitten des Bundes für den Dienst in Frankfurt freigegeben. Unter Bruder Pohl hat sich eine enge Zusammenarbeit unter den Freikirchen entwickelt (Bibelstunden, Gottesdienste, Jugendarbeit, Gemeindeunterricht, Seniorenarbeit). Auch die Kontakte zu den großen Kirchen in der Stadt (ACK) verdichten sich. 1969 beginnt am Birkschen Dyk eine intensive Betreuungsarbeit unter sozial schwachen Bürgern unserer Stadt (Kinder-, Jungschar- und Jugendarbeit, Familienbetreuung). In der Elisabethstraße 147 entsteht 1971 die "Shalom-Teestube" als Treffpunkt suchender, gesprächsbereiter junger Leute.

1971 folgt unmittelbar Pastor Wilhelm Grotwinkel.. Er führt die begonnenen Arbeiten fort und widmet sich besonders dem sozialen Brennpunkt am Birkschen Dyk.

1977 wechselt Bruder Grotwinkel nach Gifhorn.

1978 folgt - nach einem Jahr predigerloser Zeit, in der sich zeigte, wie reich die Gemeinde mit Gaben und Begabungen beschenkt ist - Pastor Siegfried Assig. Der Bau des Gemeindezentrums in Brüggen-Bracht von 1976-81 und anschließend hier in Krefeld 1983-1987 bestimmt sehr wesentlich die lange Zeit seines Wirkens in Krefeld.

1987, am 17. Mai, wird das neue Gemeindezentrum feierlich unter hoher Beteiligung der Öffentlichkeit eingeweiht. Im Herbst feiern wir den 90. Geburtstag der Gemeinde und den 100. der Sonntagschule mit einer Veranstaltungsreihe von einer Woche. Dies entspricht dem über die Jahre entwickelten Rhythmus im Frühjahr eine stärker nach außen gerichtete Themenwoche und im Herbst intensiver eine nach innen auf Schulung gerichtete Woche mit biblischen Themen und Texten durchzuführen. Zur Information der Öffentlichkeit, insbesondere der Nachbarschaft, erscheint ein Nachrichtenblatt "Lebenszeichen" in unregelmäßigen Zeitabständen.

1987 im Juni ist der baptistische Charlotte-Chor in Krefeld und singt in unserer neuen Kapelle vor mehr als 500 Besuchern. Daraus entwickeln sich Kontakte auch zu den Baptistengemeinden der anderen Krefelder Partnerstädte. 1990 zu Leicester, England, seit 1991 zu Uljanowsk, Russland.

1988 im Frühjahr Vereinigungskonferenz im neuen Gemeindezentrum

1990 im Oktober wird Pastor Anselm Moser als Prediger in der Tochtergemeinde Brüggen-Bracht eingeführt.

1992 ist bestimmt von einer großen Bibelausstellung im Seidenweberhaus, der guten Stube Krefelds, anlässlich des Jahres mit der Bibel. In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Allianz stellt unsere Gemeinde große Teile der Mitarbeiterschaft.

1993 im Februar verlässt uns nach fast 15 Jahren segensreicher Arbeit Bruder Siegfried Assig und folgt einem Ruf der Gemeinde Uslar. Die folgenden 1 1/2 Jahre ohne Prediger zeigen erneut, wie reich Gott die Krefelder Gemeinde mit Gaben und Begabungen beschenkt. Weiterhin kommen Menschen zum Glauben und werden durch die Taufe der Gemeinde hinzugefügt.

1993 wird "Pro Christ" mit Billy Graham per Satellit in unser Gemeindehaus übertragen. Bis zu 450 Besucher strömen zu den Abenden. Im Rahmen der Evang. Allianz werden wir mit herzlicher Gemeinschaft unter den Mitarbeitern und mit vielen Kontakten zu Außenstehenden beschenkt, die zum Teil noch fortbestehen.

1993 am 20. Mai, wird die Gemeinde in Bracht mit 111 Gliedern selbständig. In Krefeld bleiben 217 Mitglieder zurück.

1994 wird mit Unterstützung der Gemeinden von Rheydt und Krefeld und vor allem von Bracht die Gemeinde in Dülken unter ihrem Prediger David Adams gegründet und ein Gemeindehaus (ehemals Paulusheim) von der Evangelischen Kirchengemeinde erworben.

1994 - 2001 ist Reinhard Rien Pastor unsere Gemeinde.

1995 Einweihung des "Bethauses" (Gemeindezentrums) in Uljanowsk. Es konnte durch entscheidende finanzielle Hilfe aus Krefeld errichtet werden und ermöglicht eine intensive, stark wachsende Gemeindearbeit.

1996 im Januar findet der 3. Krefelder Ökumenetag mit über 140 Teilnehmern aus allen Kirchen der Stadt in unserem Gemeindehaus statt. 50 Jahre des Gesprächs zwischen den Kirchen sind Ausgangspunkt für ein Austauschen über das Thema Taufe. Wir stellen uns die Frage: "Wie bestimmt meine Taufe mein Leben in der Nachfolge Christi?" Als Gäste sind unter uns Präses Peter Beier von der Evangelischen Kirche im Rheinland, Bischof Heinrich Mussinghoff aus Aachen und der orthodoxe Bischof Evmenios. Am 11. Dezember 1996 wiederholen die Christen in Krefeld den Bittgang von 1946. Unsere Gemeinde ist in allen Altersschichten vertreten.

1997 vom 18.- 20. April feiern wir unseren 100. Geburtstag unter dem Motto: "Feiert die großen Feste zu Ehren des Herrn!" (3.Mose 23,4). In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Allianz organisiert die Gemeinde "Pro Christ" in der Kaufmannsschule am Neuen Weg.

2000 organisieren wir "ProChrist" in unseren Gemeinderäumen

2000/2001 Besuch des Pastorenehepaars Alexander und Lydia Lewkowski aus Uljanowsk in Krefeld über Weihnachten und Neu Jahr.

2002 wird das Pastorenehepaar Detlef und Irmtraud Theeßen nach bitteren Jahren voller Spannungen und dem Ausscheiden vieler Mitglieder in den Dienst der Gemeinde eingeführt.

2002 Im Herbst finden gut besuchte Gästetage mit Andreas Malessa in unserer Kapelle statt.

In diesen Jahren findet im Wechsel ein reger Besuchdienst zwischen den Gemeinden Krefeld und Ulynovsk statt.

2008 Im November geht Pastor Detlev Theeßen in den Ruhestand. Dankbar blicken wir auf die gemeinsamen sechs Jahre zurück. Durch seinen Dienst ist wieder Ruhe in die Gemeinde eingkehrt und unser Blick richtete sich wieder auf die wesentliche Aufgabe einer christlichen Gemeinde: Bau des Reiches Gottes.

2009 Am 28.Juni wurde unser neuer Pastor, Frank Stechert, mit seiner Ehefrau Claudia Stechert-Stasch eingeführt.

bullet02_orange.gif zur Pastorenliste unserer Gemeinde

 

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