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Am 20.Mai besuchten 19 Senioren aus der Gruppe 55plus das Planetarium in Bochum. Wie immer, wenn Gudrun und Jürgen zu einer Fahrt im Rahmen ihrer Initiative aufrufen, war es eine hochinteressante Unternehmung. Danke euch beiden!

Mit dem Regionalexpress fuhren wir rasch nach Bochum und nur eine Haltestelle weiter mit der U-Bahn zum Planetarium. Dort erwartete uns die neue Show „Expedition Sternenhimmel“ und anschließend auf der Terrasse des Cafés im Bürgerpark Kaffee und Kuchen bei fröhlichem Beisammensein.

Ohne den Dunst und die störenden Lichter unserer Städte konnten wir die großartigen Sternenwelten des Kosmos in aller Klarheit entdecken. Die Sternenbilder des Nordens und des Südens in ihrem Jahres- und Tagesablauf wurden sichtbar erläutert, hinzu wurden die Planeten – z.B. der Saturn mit seinen Ringen -, eine Sonnenfinsternis, der Durchzug eines Kometen und weitere Galaxien gezeigt. Spannend war die Darstellung der Kräfte eines Schwarzen Lochs im Zentrum unserer Milchstraße.

„So hat der Kosmos sich selbst erfunden“, lautete der zusammenfassende Satz zum Abschluss. Mehr haben unsere Wissenschaftler heute nicht zu sagen. Noch in der beginnenden Neuzeit stand alle Forschung unter dem Leitsatz: „sub specie aeternitatis“, dh. unter dem Gesichtspunkt der Ewigkeit dürfen wir unser Denken und Handeln nicht bloß auf das vergängliche Diesseits richten, sondern auf die ewigen Werte, die uns Gott in Seiner Schöpfung offenbart. Johannes Kepler, der große Mathematiker und Astrologe des 17.Jahrhunderts schrieb über seine Erforschung der Sternenwelt: „Ich fühle mich von einer unaussprechlichen Verzückung ergriffen ob des göttlichen Schauspiels der himmlischen Harmonie [...]. Denn wir sehen hier, wie Gott gleich einem menschlichen Baumeister, der Ordnung und Regel gemäß, an die Grundlegung der Welt gleich herangetreten ist.“ (Harmonices mundi libri V)

Ich denke, wir alle müssen wieder lernen, aus der Betrachtung der Wunder Gottes in Seiner Schöpfung in solch „unaussprechliche Verzückung“ zu geraten.

Klaus Schilbach

 

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