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Regen
Zuspruch fand die Oktober-Aktion von 55-Plus:
34 Teilnehmer, darunter etliche Gäste, fuhren
am 23. Oktober mit einem Reisebus nach Aachen.
Bei schönem Wetter starteten wir um 13 Uhr
am Sprödentalplatz. Auf dem Wege erfreuten
wir uns an dem wundervollen Herbstlaub.
In Aachen begann um 14.30 Uhr eine gut anderthalbstündige
Führung in zwei Gruppen durch die Domschatzkammer
und den Dom, der als erstes deutsches Monument
in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes
aufgenommen wurde: ein Genuss für historisch
Interessierte. In der Schatzkammer wurden
uns ausgewählte Meisterwerke vorgestellt,
die durch kostbare Materialien, sowie durch
handwerklich-technisches und künstlerisches
Können beeindruckten, wie:
-
der antike Marmorsarkophag, in dem Karl
der Große ursprünglich bestattet war,
-
das frühmittelalterliche Lotharkreuz (Vortragekreuz),
das auf der einen Seite das Bild des gekreuzigten
Christus zeigt, auf der anderen Seite im
Zentrum einen antiken geschnittenen Edelstein
mit einem Bildnis des Kaisers Augustus,
-
die vergoldete spätmittelalterliche Karlsbüste
mit Reliquien Karls d. Gr., der im 12. Jahrhundert
auf Veranlassung Kaiser Friedrich Barbarossas
heilig gesprochen wurde.
Im
Dom, Grablege Karls d. Gr. und Krönungskirche
für 35 deutsche Könige vom 10. bis 16. Jahrhundert,
beeindruckten vor allem:
-
der auf Karl zurückgehende achteckige Zentralbau
mit zweigeschossigem Umgang: ein Bau voller
Symbolik und mit Bezügen zum späten Römischen
Reich, als dessen Nachfolger im Westen Karl
sein Reich mit Aachen als zweitem Rom sah;
das Mosaik in seiner Kuppel zeigt ein Bild
der apokalyptischen Vision des himmlischen
Jerusalem;
-
der archaisch anmutende Marmorthron mit
seinen sechs Stufen, die auf die alttestamentliche
Beschreibung des Throns Salomos verweisen;
-
der von Friedrich Barbarossa gestiftete
riesige Radleuchter, der symbolisch auf
das himmlische Jerusalem hinweist,
-
der vergoldete Karlsschrein, in den Karls
Gebeine nach seiner Heiligsprechung überführt
wurden, mit einer Reihe von Darstellungen
mittelalterlicher Kaiser,
-
der prächtige Marienschrein. Außerdem bewunderten
wir die "Wolfstür", eine bronzene
Wolfsskulptur, und eine reliefierte Goldtafel
des 11. Jahrhunderts.
In
der Führung wurden die ausgewählten Elemente
kompetent und ausführlich charakterisiert
und in größere geschichtliche Zusammenhänge
gestellt: als Zeugnisse einer mittelalterlichen
Herrschaftsidee, die kaiserliche Geltung
mit sakraler Legitimation zu verbinden suchte.
Danach
ging es in ein gemütliches Café, wo wir
mit 34, statt wie ursprünglich 20 angemeldeten
Personen eintrafen. Daher war es der einzigen
Serviererin unserer Etage nicht möglich,
allen Teilnehmern Kaffee und Kuchen zu bringen,
so dass einige von uns nur Kaffee oder nur
Kuchen erhielten.
Nach
einer Stunde Pause fuhren wir weiter zum
Einkaufen zu den Firmen Lindt und Lambertz,
wo deren Produkte zu ermäßigten Preisen
erworben werden konnten; davon wurde intensiv
Gebrauch gemacht. Pünktlich um 20 Uhr trafen
wir wieder auf dem Sprödentalplatz ein.
Gesine
und Siegfried Scheider
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